Monatskolumne - Mai 2008

Du sollst nicht töten. Oder: Wie kann ich mein Baby bequem entsorgen?
Die letzten Nachrichten über Babymorde haben Betroffenheit, Unverständnis, Wut und Trauer ausgelöst. Auf Grund der verschiedenen Nachrichten in den letzten Monaten und Wochen scheint dies kein Einzelfall mehr zu sein. In einem reichen Land, in dem wirklich niemand aus sozialen Gründen sterben muß oder verhungern muß, scheint ein Kind ein störender Faktor geworden zu sein.  Eine dieser verwirrten Mütter hat ihr neugeborenes Mädchen in einem Müllcontainer entsorgt, weil sie um Ihren Arbeitsplatz fürchtete. Welche Werte kannte diese bemitleidenswerte 39-jährige Frau aus Erfurt? Welche Prioritäten werden in unserer Gesellschaft gesetzt? Die Möglichkeit (aber keinesfalls die Aufgabe) über Leben und Tod mit zu entscheiden ist eine der grössten Verantwortungen und Freiheiten die uns der Erschaffer des Universum anvertraut hat. In einer Welt die Gott versucht aus dem Leben zu verdrängen, geht es sehr oft mehr um Haben (statt Sein) und um Egoismus (statt auf den anderen 8 zu geben). Viele Menschen betreiben einen sehr großen Aufwand und scheuen keine Kosten und Mühen, um den Nachbar neidisch zu stimmen oder die Wertschätzung des Nachbarn, Kollegen, Freundin, ... zu bekommen. Zur dieser >>Super-Show<<  läuft man in Bestform auf, investiert Zeit, Geld, Kraft und vergißt dabei die wirklich wichtigen Dinge im Leben.
Als wahre Gläubige zur Freiheit berufen, brauchen wir uns nicht in die Unfreiheit und Sklaverei dieser Welt und ihres Zeitgeistes begeben. Wir sind frei und wir wissen, Gott ist die echte Liebe und das Leben. NICHTS kann Menschen von seiner Liebe trennen. Gott liebt uns, ob wir nun arm oder reich, behindert oder Spitzensportler, Mann oder Frau, ehrlich oder unehrlich oder was auch immer sind.  Gott schenkt Leben und liebt jedes lebendige Geschöpf. Wir können kein Leben erschaffen und es steht uns auch nicht zu über Tod oder Leben von Menschen (Erwachsenen, unschuldigen Babies, lebenden Embryos im Mutterleib) zu entscheiden! Fakt ist: Abtreibung ist Mord! Es ist völlig unbedeutend was die EU oder der Bundestag für eine neue Meinung hierzu vertritt, heute oder in der Zukunft. Wer will hier Gott spielen? Als Christen wollen wir auf Gott hören und nicht auf Politiker und Gesetze die sich ständig ändern können! Nur auf die unendliche Weisheit unseres Gottes können wir vertrauen und auf seine Bedienungsanleitung für die Welt (Bibel). Alles Andere bringt Chaos, Verzweiflung und Not.
Mt 18,6 Wenn aber jemand einem dieser Kleinen, die an mich glauben, Anlass zur Sünde gibt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.
Mt 18,10-11 Seht zu, dass ihr nicht eines dieser Kleinen verachtet! Denn ich sage euch, dass ihre Engel in den Himmeln allezeit das Angesicht meines Vaters schauen, der in den Himmeln ist.
(ML)


Monatskolumne - April 2008

Du sollst nicht stehlen. Oder: Wem gehören die 3 GB auf dem PC?

Beim Eintippen von >>Du sollst nicht stehlen<< musste ich mich soeben verbessern, am Ende steht kein Ausrufungszeichen wie ich zuerst dachte, sondern nur ein Punkt. Ich denke so ist es auch von Gott gemeint, also keine mahnende Erinnerung mit erhobenem Zeigefinger nach Oberlehrer-Manier. Nein; Punkt. Es soll eine Umgangsregel sein, etwas Normales, keine Sonderregel, kein Ausnahmezustand oder Ähnliches.
Korrekterweise heißt die direkte Übersetzung für die geläufige Bezeichnung >>Die Zehn Gebote<< aus dem Hebräischen ja wirklich >>Die zehn Worte<<. Das Wort Gebot impliziert, man kann, muss aber nicht dem geschriebenen Wort folgen. Im Hebräischen sind es klare Aussagen - wie z.B. >>nicht morden<< und nicht etwa >>du sollst nicht töten<<. Diese Worte im Originaltext sind eindeutige Weisungen oder Feststellungen, die grundsätzlich nicht an die Entscheidung des Einzelnen gebunden sind. Demnach kann der Einzelne über sein Handeln entscheiden, muss dann aber die daraus resultierenden Konsequenzen tragen. Wir kennen das 7. Gebot und wollen danach leben. Die Frage ist nur wie wir es auch als selbstverständlich in allen unseren Lebensbereichen wahrnehmen und umsetzen. Dr. Martin Luthers kleiner Katechismus gibt folgende Erklärung zum 7. Gebot, insgesamt drei weitere Seiten mit detaillierten Erklärungen folgen bei ihm im Anschluß. Wir wollen heute aber nur die Einleitung betrachten.

Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsers Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten.

Was ist das für uns heute?
! Geld oder Gut bzw. Eigentum sind uns wohl bekannte Begriffe aus dem Alttag.

>>Du sollst nicht stehlen<< haben wir ja alle schon gehört und stimmen auch damit überein. Wir sind ja alle keine Bankräuber oder Autodiebe; warum soll ich mir darüber überhaupt Gedanken machen. Vielleicht stellst Du Dir innerlich gerade diese Frage beim Lesen dieser Zeilen?
Meine Erfahrungen in verschiedenen Lebensbereichen und in verschiedenen Situationen mit Gemeinden und Christen in Deutschland und darüberhinaus zeigen eindeutig folgende Situation. >>In großen Dingen<< hält man sich an das 7. Gebot, >>in kleinen Dingen<< wird es meistens unterschätzt, da es ja >>Nebensächlichkeiten<< sind oder für unwichtig gehalten wird,
die so genannten >>Kavaliersdelikte<<.

Was sagt Jesus dazu?
Lk 16,10 Doch bedenkt: Nur wer im Kleinen ehrlich ist, wird es auch im Großen sein. Wenn ihr bei kleinen Dingen unzuverlässig seid, werdet ihr es auch bei großen sein.

Oft fragen sich Gemeinden warum die letzte evangelistische Veranstaltung so wenig Früchte getragen hat. Vielleicht liegt es neben vielen anderen Ursachen auch daran weil illegal gebrannte CDs sowie Kassetten als Werkzeuge benutzt worden sind?
Ungehorsam bringt keinen Extra-Segen! Die schwarz gebrannte CD mit der Weihnachtsandacht für die kranke Großmutter war doch aber gut gemeint... wird mancher sagen. Mit gestohlenem Gut Gutes tun zu wollen ist einfach falsch. Genauso falsch wie  Böses mit Bösem vergelten zu wollen.
Ja, es ist illegal, kriminell und strafbar CDs, DVDs, Video, Computerspiele zu kopieren, wenn man damit Gebühren und Kosten umgeht. Vielen Menschen ist dies überhaupt nicht bewußt, da es ja sowieso jeder macht. An der Tankstelle zu tanken und wegfahren ohne zu zahlen, fällt uns ja auch nicht ein. Dort ist es auch nicht so einfach... Als Christen sollten wir aber dies tun was richtig ist und uns nicht ausrichten auf >>das was Alle tun<<.
Wieviele illegale CDs, DVDs und Kassetten liegen in Deiner Wohnung? Wieviele Gigabyte Computerspiele, Pornos, Lieder, Videos sind auf dem Computer Deiner Tochter, Deines Sohnes oder Deines Freundes gespeichert.  Wir sollten die Augen vor diesem >>kleinen Unkraut<< nicht verschließen, sonst wächst es uns und unseren Lieben irgendwann über den Kopf!

Lasst uns dafür beten noch achtsamer mit diesen "Kleinigkeiten" umzugehen. Nächstenliebe hört nicht beim Nachbarn auf, sondern geht dort weiter wo wir eine CD/DVD/Video hören oder sehen wollen und diese auch ganz selbstverständlich bezahlen, da >>der Nächste<< in diesem Fall der Künstler, das Theater, der Schauspieler oder der Kameramann und Produzent ist. Wir entscheiden ob wir >>diese Nächsten<< bestehlen oder ob wir (in Luthers Worten)  >>
ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten<<.

(ML)

Monatskolumne - Januar 2008

2008: Gute Vorsätze für's Neue Jahr!

Die meisten von uns haben wieder einmal kurz oder lang überlegt... um dann Ziele für das Neue Jahr zu definieren oder sich spontan einige Dinge für 2008 vorgenommen, "Etwas" oder etwas mehr (oder weniger) zu verändern oder umzusetzen. Den meisten Menschen geht es ähnlich. Genau wie bei den guten Vorsätzen endlich mehr Sport zu treiben (oder endlich damit anzufangen) oder ein paar Kilos abzuspecken, fühlt sich die Idee am Anfang sehr solide an. Am ersten Tag ist alles klar. Selbstverständlich ist man fest entschlossen dies auch wirklich am Montag umzusetzen. Welcher Montag?  Nächste Woche, oder im Februar oder März? Im Jahr 2008, 2009 oder 2010? Schon fängt der Schlamassel an! Die geniale Idee, das gute Vorhaben zerplatzt wie eine Seifenblase oder bewegt sich nur 3 Meter vorwärts wie ein Luftballon den man ohne zuzuknoten einfach losläßt und bei dem nach einigen Metern die Luft raus ist...

Wir denken: super, toll, genial, die Idee für's Neue Jahr wird's bringen! Und dann... bleibt nur das schlechte Gewissen übrig und nicht's passiert? Oder was? Ist irgend etwas mit uns nicht in Ordnung, bin ich der einzige dem es so ergeht, frag ich mich (fragst Du Dich)?

Nein, ich denke allen Menschen geht es so oder ähnlich, bei dem einen mehr bei dem anderen weniger stark ausgeprägt. Allein sind wir nicht in der Lage. Die Jahreslosung 2008 sagt uns: 

Jesus Christus spricht:      Ich lebe und ihr sollt auch leben.     Joh 14,19

Was will uns Jesus damit sagen? Was bedeutet es für 2008 für jeden von uns persönlich.

Wir sollen hier und jetzt leben! Woher sollen wir die Kraft für die die guten Vorsätze und Aufgaben für das vor einigen Tagen / Wochen begonnene Jahr nehmen?

Die Kraft können wir selber nicht aufbringen, Gott gibt sie uns, wenn wir darum bitten. Hier einige Bibelstellen, Jahreslosungen aus vergangenen Jahren, der Inhalt gilt natürlich heute wie damals; für Dich und für mich, wenn wir uns auf Gott voll einlassen.

1984 Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. 2. Tim 1,7

1982 Verlasst euch stets auf den Herrn, denn Gott, der Herr, ist ein ewiger Fels. Jes 26,4

1991 Die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft. Jes 40,31

1962 Bekümmert euch nicht, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke. Neh 8,10

1951 Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Mt 28,20

1999 Jesus Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Mt 28,20

Wir wünschen Euch ein tolles Jahr 2008 und Gottes Segen!
(ML)




Monatskolumne - November 2007

Fasching / Karneval: Spaß & Freude?

Der 11.November ist bekannterweise eine Schnapszahl (11.11.)  oder ein närrisches Datum, üblicherweise beginnt an diesem Datum die sogenannte Fastnachtszeit bzw. der Karneval oder Fasching. Diese Begriffe werden je nach Region unterschiedlich verwendet, haben aber den selben Ursprung und bezeichnen die selbe "Fünfte Jahreszeit".

Das Wort Fasching taucht im Hochdeutschen bereits ab dem 13. Jahrhundert zunächst in den Formen vaschanc und vaschang auf. Etymologisch leitet sich Fasching, Vaschang vom „Fastenschank“ her, also dem letzten Ausschank (alkoholischer Getränke) vor der damals noch strengen Fastenzeit. (Quelle: Wikipedia.de die freie Enzyklopädie)

Mit schrecklichen Masken und Lärm wollte man die Wintergeister vertreiben. Aberglaube und okkulte Bräuche können uns nicht helfen, sondern verstricken viele Menschen in ernsthafte Probleme. Aus angeblichem Spaß wird bitterer Ernst, manchmal sogar Abhängigkeit vom Okkultem und Esoterik.

Ich persönlich war noch nie ein Freund des Karnevals, genausowenig mag ich das Feuerwerk zu Silvester, für mich sind es künstlich erzwungene Zustände; die ich immer schon als unnatürlich und unecht empfand. Dies sind aber nur meine persönlichen Vorlieben bzw. Abneigungen und tun hier nichts zur Sache. Wichtiger jedoch ist immer den Sinn oder Unsinn und die Herkunft hinter irgendwelchen Bräuchen oder Traditionen zu erkennen, denn nicht alle Bräuche und Traditionen sind gut und tun uns gut. Also, ich mache mich nicht zum Narren oder lasse micht nicht gerne zum Narren halten! Ich denke; Du wohl auch nicht. 

Die meisten Menschen wissen aus eigener Erfahrung; unechte Freude und unechtes, erzwungenes "Feiern" (egal ob mit oder ohne Alkohol) bringt "Katzenjammer" am nächsten Tag. Oft gehen Freundschaften, Partnerschaften und Familien kaputt durch das übertrieben unnnatürliche zügellose Treiben während der Faschingstage. Hat das wirklich etwas mit echter Freude oder Spaß zu tun? Nur die echte Freude die vom Herzen kommt - ist echte Freude - und hält länger als 3 Minuten, länger als 3 Stunden und länger als 3 Tage.

Nur der ewige Gott, unser Herr Jesus Christus, kann die Quelle unserer Freude sein. Gott gibt uns echte ungetrübte Freude die für immer besteht. Freude die unabhängig von Wind und Wetter, Lust und Laune oder unseren Umständen oder Mitmenschen bleibt.
Der Liebe und Aufmerksamkeit unseres Herrn Jesus Christus können wir immer sicher sein.

Jesus Christus sagt:
"Bleibt in meiner Liebe! Ihr bleibt darin, wenn ihr meine Gebote haltet. Auch ich habe immer die Gebote meines Vaters gehalten und bin so in seiner Liebe geblieben. Ich habe euch das gesagt, damit auch ihr von meiner Freude erfüllt werdet. Ja, eure Freude soll vollkommen sein!"  (aus Johannes 15, Verse 9-11)

Viel Spaß und Freude!
(ML)




Monatskolumne - Januar 2007

Medien: Qual oder Wahl?

Hey, Ihr Mediensüchtigen, dort draußen.
Wir können und wollen uns gerne berieseln lassen von Radio, Fernsehen und Co.  Ist doch so, oder?

Aufgrund der heutigen Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten, sich sein Medium,  seinen Sender, seine Sparte, sein Interessengebiet, Internetseiten, Portale,
Klingeltöne selbst auszusuchen, verhalten wir uns, was den Medienkonsum betrifft wirklich (in)aktiv.

Verhalten wir uns wirklich mündig, interaktiv, selektiv oder sind wir nur das billige, willige Opfer des (Medien-)Konsums?

Wir, die hier oder auf anderen Seiten surfen, machen wir uns wirklich Gedanken über... die Medien... oder die Wahl der Medien... Wahl der Nachrichten?
Nutzen wir unsere Kreativität (vom Kreator geschenkt) und unseren Verstand, um Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr zu wählen was in unsere guten alten Stuben und Haushalte reinkommt... naja. Oder? Mal ehrlich! Gibt es nicht eine einfache Regel, welche ewiglich gültig ist und uns Sicherheit für unsere Entscheidungen zu den aktuellen und auch allen zukünftigen Neuen  Medien gibt?

Als Christen können wir uns ruhig im Fernsehsessel zurücklehnen, weil wir wissen:
"Prüft aber alles, und das Gute behaltet."  1 Thessalonicher 5, 21

Somit hat es Girl und Boy, Frau und Mann, Oma und Opa doch einfach, einen gewissen Anspruch im Alltag umzusetzen. Mal mehr oder weniger bewusst.
Der gesamten Medienkiste wird die Dramatik genommen, weil Medien sollen ja irgendwie schon sein. Was wäre die Welt ohne?

GO-MISSION möchte Anregungen geben und braucht auch Eure Rückmeldung. Gerade in einer Zeit, wo alles drunter und drüber geht …
Seid einfach mit dabei.
(FJ)

GO-MISSION.de